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Der Unternehmer als Künstler

Ich komme aus der kreativen Ecke. Habe immer Musik gemacht, schon als Kind, ganz klassisch musikalische Früherziehung mit der Blockflöte, dann Posaune. Und später dann in der Pubertät, weil das natürlich viel cooler ist – und bei den Mädchen auch angesagter war – Gitarre, Schlagzeug und Klavier. Und dann habe ich meine eigene Musik geschrieben und für andere Musik in meinem eigenen Tonstudio in Köln produziert. 

Und im Grunde meines Herzens bin ich immer noch Musiker. Künstler. Und ich halte das für eine gute Basis für unternehmerischen Erfolg: Als Unternehmer Künstler zu sein …

Unternehmer sind keine BWLer

Wie sieht für euch Unternehmertum aus? Für die Banken braucht ein Unternehmer ein Studium der Betriebswirtschaften. Zumindest eine fundierte Ausbildung in diese Richtung. Jedes Mal, wenn ich in der Vergangenheit zur Bank ging, um für einen Kredit für eine Unternehmensgründung vorzusprechen, kam die Frage: „Wo haben Sie BWL studiert?“.

Aber BWL ist kein Unternehmertum. Es spielt keine Rolle, dass jemand an einer besonders tollen Wirtschaftsuniversität studiert hat. Denn ein Unternehmer muss fachlich nicht ein Überflieger sein, dafür kann er seine Leute anstellen. Für einen erfolgreichen Unternehmer ist etwas anderes entscheidender.

Der Unternehmer als Künstler

Nach gängiger betriebswirtschaftlicher Denke muss ein Unternehmen vom Kundennutzen aus gedacht werden. Was braucht der Kunde? Welches Produkt? Welchen Service? Ich denke aber, hier wird das Pferd von der falschen Seite aufgezäumt.

Um bei der Musik zu bleiben: Musik, die entsteht, weil an der ersten Stelle des Produktionsprozesses der Kundennutzen steht, ist reiner Kommerzpop. Klar, ihr braucht euch nur die Charts anschauen, da ist viel reiner Kommerz vertreten. Und reiner Kommerz ist es nicht, was in meinen Augen ein Unternehmen wirklich erfolgreich macht. Denn das ist eine Kunst.

Um ein anderes Beispiel als Musik zu nehmen: Ich erinnere mich gerne daran, wie inspirierend ich es fand, in Paris durch den Louvre zu gehen. Eine gewaltige Zusammenkunft der Werke der größten Künstler der Welt und aller Epochen. Überwältigend. Warum? Weniger wegen dem geballten Können, das hier zusammenkommt. Mehr, weil dort soviel Leidenschaft versammelt ist. Große Künstler haben ihr ganzes Leben damit verbracht, ihre Kunst voranzubringen. Ihren Pinselstrich zu perfektionieren. Das Bild, das sie in sich sehen, wirklich auf die Leinwand zu bringen oder aus einem Steinblock herauszumeißeln.

Diese Kunst begann nicht beim Kunden. Der kam erst dann dazu. Diese Kunst begann beim Künstler, bei seiner egoistischen Motivation, etwas in Kunst fassen zu wollen. Ein tiefgreifendes Erlebnis vielleicht. Eine Idee.

Mein Unternehmen als Gesamtkunstwerk

Das möchte ich als Unternehmer auf mein Unternehmertum übertragen. Künstler sein bedeutet: dargestellte Leidenschaft. In einem Gemälde. In einem Musikstück. In diesem Sinne ist mein Instrument mein Unternehmen und ich spiele mit meinen Mitarbeiter in einer Band, die bestbion dx heißt.

Gemeinsam erschaffen wir ein Unternehmen als individuelles Kunstwerk. Denn kein Unternehmen ist im Kern vergleichbar mit einem anderen (weswegen BWL auch im Kern zu kurz greift). Weil die Menschen, deren Werte und Leidenschaft und Ideen ein Unternehmen entstehen lässt, ganz individuell sind. 

Und diese besondere Individualität macht für mich ein erfolgreiches Unternehmen aus. Weil ein Unternehmen als Gesamtkunstwerk, geschaffen von vielen leidenschaftlichen kreativen Menschen, nicht nur ein großer Erfolg für die Menschen ist, die ihre Leidenschaft ausleben können, sondern auch mit Blick auf die Kunden. Denn diese werden die auf eine viel tiefere und nachhaltiger Weise angesprochen, als von einem belanglosen Kommerzpop-Nümmerchen. So erreicht ihr eine nachhaltiger Kundenbindung und Kundenzufriedenheit – und das ist sicherlich keine brotlose Kunst …

David

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