Burnout, Prävention, Unternehmenskultur, Unternehmer, Motivation, Mitarbeiter, David Stammel

Ich mache Burnout-Prävention an der Wurzel

Bei uns laufen Bewerbungsgespräche ein wenig anders ab, als ihr das vielleicht kennt. Wir machen Speed-Dating. Verschiedene Mitarbeiter sprechen mit verschiedenen Bewerbern, 10 bis 15 Minuten, das reicht, um herauszukitzeln, ob die oder der zu unserer Unternehmenskultur passt.

So etwas klappt natürlich nur, wenn ihr ein homogenes Team habt. Heißt: alle im Team den gleichen Spirit leben, die gleichen Werte teilen. Und ein wichtiger Wert ist bei uns nun einmal: Tue das, was du tust, mit Leidenschaft!“

Und deswegen stelle ich in einem solchen Speed-Dating immer nur eine Frage: „Weißt du, worauf du dich einlässt?“

Diese Frage ist für mich der Schlüssel für ein Match. Aber gleichzeitig betreibe ich damit Burnout-Prävention an der Wurzel!

Work-Life-Balance führt zu Burnout

Ich glaube nicht an Work-Live-Balance. Das Koppelwort zeigt es schon, warum, beziehungsweise der Strich zwischen den beiden entscheidenden Wörtern: Arbeit und Leben sind getrennt. Ihr habt auf der einen Seite die Arbeitswelt und auf der anderen Seite die private Welt, in der das eigentliche Leben stattfindet. Und zwischen den beiden getrennten Welten sollt ihr dann die Balance finden. 

Das halte ich für Bullshit – nein, ich halte es sogar für gefährlich.

Weil diese Trennung so viel Energie verbrennt. Weil das dazu führt, dass die Menschen sich in der Berufswelt verstellen. Weil die in wahnsinnig viel Zeit – und wir arbeiten einfach eine Menge – etwas tun, das sie nicht wirklich als Leben ansehen. Schnaps ist Schnaps und Dienst ist Dienst … Ha! Und was passiert, wenn ihr so denkt?

Ihr lebt ein Leben, das ihr nicht wollt. Ihr arbeitet nur für Geld, ihr opfert so unendlich viel Lebenszeit für etwas, an das ihr nicht glaubt. Ihr könnt nicht ausgeglichen sein, wenn ihr die Welten, in der ihr lebt, so trennt.

Diese Trennung macht krank. Eure Körper reagieren. In den Unternehmen arbeiten Menschen miteinander, die eigentlich gar nicht da sein wollen. Lauter Masken, die im wahren Leben andere sind. Das kann nicht gut gehen. Und das zeigt die erschreckend wachsende Zahl an Burnouts!

Und deswegen sage ich immer: Ich mache mich strafbar, wenn ich jemanden einstelle, der nicht zu uns passt.

Ich steh auf Burnout-Prävention!

In meinem Unternehmen arbeiten Menschen miteinander, die sich dafür entschieden haben, ohne Masken zu leben und zu arbeiten (auch wenn wir Schutzmasken tragen).

Und das ist das, was ich Burnout-Prävention an der Wurzel nenne: Wir motivieren uns selbst. Keiner macht den Job nur fürs Geld (das, by the way, bei uns dennoch im Verhältnis stimmt). Wir teilen die Leidenschaft für unser Tun und lassen uns von dem Sinn, den wir in unserer Arbeit sehen, inspirieren. Das führt dazu, dass wir uns – jeder für sich und gemeinsam – als Persönlichkeiten weiterentwickeln. 

Wenn ihr liebt, was ihr tut, dann brennt ihr nicht aus. Wenn ihr auf eure Säulen der Persönlichkeit achtet – mehr dazu später.

Und darauf stehe ich total. Das sorgt für eine ganz andere Qualität der Zusammenarbeit. Und damit meine ich nicht Friede, Freude, Eierkuchen. Wenn leidenschaftliche Menschen zusammentreffen, kann es durchaus auch mal knallen. Das ist so – und das ist gut –, wenn echte Persönlichkeiten miteinander umgehen. Und solche suchen wir bei unserem Recruiting. Das wollen wir beim Speed-Dating herauskitzeln.

„Weiß du, worauf du dich einlässt?“ 

David

PS: Ihr könnt das für euch auch jederzeit herausfinden, indem ihr euch bei uns hier bewerbt.

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