Erfolg ist Schlagzahl und Schlagkraft - David Stammel

Erfolg ist Schlagzahl und Schlagkraft

„Es ist doch egal, ob ich freitags im Freibad liege – wenn ich in den Tagen zuvor schon eine Million gemacht habe, dann reicht es doch. Dann muss ich nicht noch mehr Wind machen …“ Das hat mir einmal ein Vertriebler gesagt. Und ich habe mich gefragt, warum? Warum reicht ihm das?  Warum strebt er nicht nach mehr?

Erfolg ist …

Wie bemisst du Erfolg in deinem Leben, Erfolg in deinem Unternehmen? Dieser Vertriebler bemisst den Erfolg rein an dem Umsatzziel, das er – oder sein Chef – sich für diese Woche gesetzt hat: eine Million. Super. Dann ist gut, mehr braucht es nicht. Aber warum ist das gut? Weil eben diese Zahl das Ziel ist. Ziel erreicht und basta.

Aber ich denke, Erfolg ist mehr. Erfolg ist immer auch Entwicklung. Verbesserung. Lernen. Es geht nicht nur um ein Ergebnis, so ambitioniert es auch erscheinen mag, sondern um das Streben nach dem bestmöglichen Ergebnis. Für mich ist Erfolg damit eine Frage der Haltung: Was könnte der Vertriebler noch alles erreichen, wenn er bei der Million nicht aufhören würde? Was könnte er erreichen, wenn es ihm nicht nur darum ginge, eine bestimmte Menge an Wind zu erzeugen, sondern mit diesem Wind noch höhere Ziele verbindet?

Wenn ihr ein Windrad konstruiert, dann braucht ihr dennoch den Wind und ihr braucht ein „höheres“ Ziel – den Sinn des Ganzen, eine Idee davon, was ihr mit dem Windrad antreiben wollt.

Ich glaube nicht an die romantische Vorstellung, dass zum Beispiel ein Schriftsteller sein Buch in der besten Form aus dem Stand so schreibt. Er wird 10.000 Seiten geschrieben haben, bis er das für ihn Bestmögliche rausgeholt hat. Oder als ich einen Song im Musikstudio geschrieben habe … die ersten Songs waren für die Tonne. Ohne eine Haltung, die Lernen bejaht, hätte ich mein ganzes Tun in die Tonne geworfen.

… besser werden …

In der Startup-Szene hat sich der Gedanke von „Fail fast. Learn faster“ etabliert. Dahinter steckt für mich eine Haltung, der es nicht nur um „ein Ergebnis“ geht, sondern um das möglichst Beste. Und das wird eben dadurch erreicht, dass jemand es wieder und wieder versucht. Alte Fehler vermeiden. Neue machen. Um besser zu werden. Ohne Output kein Outcome. Je mehr Output umso mehr Outcome.

Ich denke, dass Erfolg beides ist: Schlagzahl (Output) und Schlagkraft (Outcome). Effizientes Arbeiten ist eine gute Herangehensweise, um gute Ergebnisse, guten Outcome, zu liefern (und bei einem guten Ergebnis kann sich ein Vertriebler auch gerne ins Freibad verziehen :-)). Aber gemessen am besten Ergebnis glaube ich trotzdem an die Macht der Quote.

Wenn ihr euch, oder etwa auch die Mitarbeiter in eurem Unternehmen, nur am Outcome orientiert, dann wird die Schlagkraft schwinden: weil das Lernen unter den Tisch fällt. Weil dann eine Haltung vorherrscht, die nur am Abarbeiten von Vorgaben interessiert ist. Wenn ihr nur auf die Schlagkraft setzt, ohne Sinn und Ziel und Verstand, dann seid ihr – orientierungslos. Ihr braucht beides.

Eine Unternehmenskultur, in der dieses Lernen möglich ist (und dafür braucht es natürlich auch einen geschützten Raum, in dem „fail“ eben kein No-Go ist), wird für mein Verständnis langfristig erfolgreicher sein. Schlagkräftiger.

Euer David

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